Ortsteil Sankt Oswald
Sankt Oswald geht auf eine Klostergründung im Jahre 1396 zurück. Die ehemalige Klosterkirche wurde über einer Quelle errichtet, deren Wasser als heilkräftig galt. Diese Quelle begründete eine Wallfahrt, die bis in die heutige Zeit reicht. Das Kloster wurde 1803 aufgelassen. Schutzpatron ist der Hl. Oswald.
Lange war Sankt Oswald für Gläubige in ganz Bayern eine wichtige Pilgerstätte. Das sagenumwobene Quellwasser, das einem Felsen in der kleinen Bründlkapelle entspringt, zog vor allem Kranke in der Hoffnung auf Heilung an. Nach mündlicher
Überlieferung war diese Felsenquelle bereits in vorchristlicher Zeit eine Kultstätte, bevor man im späten 14. Jahrhundert die Kapelle darum errichtete. Vor allem für Augenleiden galt das Wasser als heilend, Blinde, so heißt es, wurden von ihrem Leiden erlöst. Auch dem Vieh wurde es bei Krankheit „eimerweise“ verabreicht. Im Rahmen eines bunten Markttreibens lebt die Tradition der ehemaligen Wallfahrt am Garnsamstag, dem Samstag vor Christi Himmelfahrt, weiter.