Waldgeschichtliches Museum Sankt Oswald und Informationsstelle

Das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald (WGM) besteht seit nunmehr knapp 25 Jahren. Bis 2006 wurde es getragen von der Gemeinde St. Oswald-Riedlhütte. Personal stellte der Nationalpark Bayerischer Wald. Die ursprüngliche Ausstellung thematisierte die Geschichte der Wald- und Forstwirtschaft sowie die Tradition des Waldglases in der Region. 2006 übernahm der Nationalpark Bayerischer Wald das Museum – in der Folge wurde die alte Ausstellung komplett abgebaut und das Gebäude saniert.

Seit 17. September 2010 steht das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald mit einer neuen Ausstellung wieder für Besucher offen. Als erster Teilabschnitt wurde das Erdgeschoss mit einer Präsentation zur Geschichte der Landschaft und des Waldes eröffnet.

Bis 2012 folgt dann der endgültige Umbau des Ober- und Untergeschoss. Dann präsentiert das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald auf 3 Stockwerken mit insgesamt 1.000 m² umfassend die Geschichte der Landschaft, die Waldnutzung und das Leben im Bayerischen Wald bzw. im Böhmerwald. Alle Installationen sind dreisprachig: deutsch, englisch und tschechisch

Inhalte
Das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald lässt sich nicht in Kategorien wie naturkundlich, historisch etc. einteilen – das Thema Waldgeschichte wird möglichst umfassend und aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet.

Drei Themenkomplexe sind entsprechend der Stockwerke des Museums für die Umsetzung vorgesehen. Inhaltlich sind sie eng verzahnt, folgen aber keinem linearen Aufbau, sondern stehen jeweils für sich und sind so je nach Interesse kombinierbar. Übergeordnetes Erzählmuster ist die „Spurensuche“ – jeder Besucher kann auf Entdeckungsreise gehen und die Waldgeschichte erkunden. Gleichzeitig erlaubt dieses modulare Konzept Führungen individuell zusammenzustellen – ideal für Schulklassen.

Zielgruppe
Kinder beim Basteln - Hauptzielgruppe des Museums sind vor allem Kinder, Jugendliche, Schüler und Familien. Deshalb wurde bei der Neukonzeption des Museums besondere Rücksicht auf die Lehrpläne der Schulen genommen. So kann das Waldgeschichtliche Museum mit seiner neuen Ausstellung einen wichtigen Teil der ökologischen, historischen und kulturellen Ausbildung der jungen Generation der Region abdecken.

Das Museum ist in die ökologische Bildungsarbeit des Nationalparks Bayerischer Wald integriert. Vor diesem Hintergrund ist auch die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Šumava zu sehen; in einem gemeinsamen Projekt werden für das Museum und weitere Bildungseinrichtungen beider Nationalparke ökologische Bildungskisten für die museumspädagogische, grenzüberschreitende Arbeit zusammengestellt.

Kulturelles Netzwerk
Theaterspiel im WGM ein lebendiges Museum basiert nicht nur auf einem guten Konzept, sondern auch auf der Vernetzung mit dem kulturellen Leben der Region. Gerade deshalb ist der Museumsleitung daran gelegen, mit den Vereinen und Institutionen vor Ort zusammenzuarbeiten und ihnen ein „offenes Haus“ zu bieten. Derzeit finden wöchentlich im Schnitt drei Veranstaltungen statt, vom Theater über Konzerte bis hin zu Fachtagungen. Diese Strategie soll auch in Zukunft weiterentwickelt werden.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 9:00 - 17:00 Uhr geöffnet
Eintritt frei

Kontakt:
Informationsstelle
Waldgeschichtliches Museum

Klosterallee 4
94568 Sankt Oswald
Telefon 08552 974889-0
Telefax 08552 974889-9
E-Mail: wgm@npv-bw.bayern.de
www.nationalpark-bayerischer-wald.de

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