Waldgeschichtliches Museum St. Oswald

Wald – Mensch und Wald – Wald und Mensch

Der Nationalpark Bayerischer Wald liegt im größten zusammenhängenden Waldgebiet Mitteleuropas, dem Bayerischen- und Böhmerwald. Hier darf sich die Natur auf großer Fläche wieder nach ihren eigenen Gesetzen ungehindert frei entwickeln. „Natur Natur sein lassen“ lautet die Philosophie. Dabei entsteht eine faszinierende Wildnis, die Sie auf Ihren Wanderungen im Nationalpark auf Schritt und Tritt erleben können.
Diesen tiefgreifenden Wandel, von der vom Menschen geprägten Kulturlandschaft zur Wildnis, kann man aber nur verstehen, wenn man die Geschichte der Landschaft, ihre Nutzung durch den Menschen und die kulturelle Tradition der Bewohner kennt.
Dann versteht man auch die hohe Identifikation der Menschen mit dieser faszinierenden Landschaft. Hier bezeichnen die Menschen ihre Heimat mit „Woid“ und sich selber als „Waidler“.
So versteht sich auch das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald nicht als Forstmuseum sondern als ein Museum, das die Geschichte der Landschaft, ihrer Nutzung und von den Traditionen und der Kultur seiner Bewohner erzählt.

Im Erdgeschoss wird die Naturgeschichte des Bayerischen- und Böhmerwaldes zum Erlebnis. In der „Magmakammer“ bereist man die erdgeschichtliche Kinderstube der Landschaft; ein „Moorfahrstuhl“ transportiert 12.000 Jahre zurück in den Beginn der Waldgeschichte. Der Waldboden, die Bäume und die Waldgesellschaften stellen sich vor und tausend Bilder geben in der Installation Walddynamik Einblicke in die ungeahnte Vielfalt, Schönheit und Flexibilität der Natur.

Das Untergeschoss hat den Einfluss des Menschen auf die Landschaft zum Thema – von den Spuren der ersten Jäger, über die „Goldenen Steige“ als internationale Handels- und Kommunikationswege, die Entwicklung der Besiedelung des Gebietes, bis hin zur Glasindustrie und der modernen Forstwirtschaft, die immer das Prinzip der nachhaltigen Nutzung befolgte. Nach dem Motto „von der Axt bis zum Industrie-Harvester“ lassen sich hier anschaulich die technischen Entwicklungen verfolgen.

Das Obergeschoss widmet sich der Kultur, den Bräuchen, der Kunst und der Zeitgeschichte der Region, die deutlich durch das harte Leben im Wald geprägt wurden. Der Kalte Krieg – visualisiert etwa durch Fragmente eines abgestürzten MIG-15-Bombers – ist ebenso Thema wie das typische Leben der „Waidler“. Audiosessel laden ein, Komponisten, Dichtern und Schriftstellern der Region zu lauschen.

Verbunden sind die drei Etagen durch einen begehbaren Baum, Museumsmittelpunkt und Lieblingsattraktion aller Kinder. Eine Wendeltreppe im Inneren des Baums mit vielen Baumgeschichten lädt ein zu einer spannenden und unterhaltsamen Entdeckungsreise von der Wurzelhöhle bis in das Vogelnest in der Baumkrone.

Kulturprogramm: Neben der Dauerausstellung organisiert das Waldgeschichtliche Museum St. Oswald Wechselausstellungen mit Künstlern aus der Region, veranstaltet Konzerte, Dichterlesungen Theateraufführungen, Vorträge, u.v.a.m.

Alle Informationen in Deutsch, Tschechisch und Englisch.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag von 09:00 bis 17:00 Uhr
Montag geschlossen! (Außer an Feiertagen)
23. bis 25 Dezember geschlossen

Der Eintritt ist frei

Waldgeschichtliches
Museum St. Oswald
Klosterallee 4
D-94568 St. Oswald
Tel.: 08552 / 9748890
Fax             / 9748899
Email: wgm@npv-bw.bayern.de
www.nationalpark-bayerischer-wald.de/zu_gast/einrichtungen

 

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